Aufruf: Schreiben Sie uns Ihre Erfahrung

Sie haben einen oder mehrere POC-Fonds gezeichnet. Was waren Ihre Motive und was droht Ihnen jetzt bei Totalverlust? Mit der Gründung der Interessengemeinschaft IG-POC haben uns viele, sehr persönliche Berichte und zum Teil tragische Einzelheiten erreicht. Es sind Einzelschicksale – aber es gibt einen gemeinsamen Kern: wir haben im guten Glauben an eine sichere Anlage Geld investiert und unser Geld wahrscheinlich verloren. Ein Mitglied unserer Gemeinschaft schrieb uns:

Ich bin alleinerziehend mit zwei Kindern, eines jetzt im Studium, das andere kam mit 80% Behinderung auf die Welt. Ich konnte meinen Beruf (freie Redakteurin mit festen Kunden) nicht mehr ausüben. Das behinderte Kind ist jetzt auf dem Gymnasium, ziemlich gut therapiert, aber es war ein steiniger Weg.

Meine Eltern, auch bei Ihnen registriert, suchten Möglichkeiten, uns zu unterstützen. Uns wurden Anlagemodelle offeriert, die „garantiert zur Altersvorsorge und garantiert ohne Verlustrisiko“ Übergeeignet seien; kurzläufig. Unseres Ansinnens nach eine komplette Falschberatung.

Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen. Anonymisieren Sie Ihren Beitrag durch z.B. „Philipp R. aus M.“ Beachten Sie dabei aber bitte die Etikette. Beleidigen Sie niemanden, nennen Sie keine Namen, schreiben Sie emotional aber bleiben Sie bitte sachlich, verurteilen Sie nicht nennen Sie ruhig Beträge.

Ihre Geschichte wird ein Mosaikstein einer großen Tragödie sein, die wir hier aufgeigen wollen. Die Summe aller Geschichten wird zeigen, was hinter den trockenen Zahlen: 16.000 Anleger und 300 Millionen Euro Verlust steht. Vielen Dank für Ihre persönliche Geschichte.

Redaktion IG-POC

12 Gedanken zu „Aufruf: Schreiben Sie uns Ihre Erfahrung

  1. Anleger_R

    Die Gesellschafterversammlung sollte der Geschäftsleitung für die Liquidation der Fondsgesellschaften einen festen Betrag anbieten: z.B. 100.000 €/Fonds.

    Dann hätte die GL eine Motivation, die Liquidation möglichst schnell zum Abschluss zu bringen.

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  2. Anleger_R

    Haben Sie schon prüfen lassen inwieweit die Verluste steuerlich geltend gemacht werden könne?.

    Mein Steuerberater vertritt die Auffassung: grundsätzlich sind die Verluste aus den Festellungsbescheiden steuerlich anrechenbar, allerdings wohl nur im Rahmen des Progressionsvorbehalts.

    Steuerfragen:
    Haben Sie schon prüfen lassen inwieweit die Verluste steuerlich geltend gemacht werden können?.
    Mein Steuerberater vertritt die Auffassung: grundsätzlich sind die Verluste aus den Festellungsbescheiden steuerlich anrechenbar, allerdings wohl nur im Rahmen des Progressionsvorbehalts.
    Seine Empfehlung: alle Verluste (die ja im wesentlichen aus den Abschreibungen resultieren) auf Fondsebene in D in 2015 zu bündeln. Durch die Bündelung auf 2015 (+ evt. sonstige steuerliche Gestaltungsmaßnahmen) kann der größtmögliche steuerliche Effekt auf Anlegerseite erzielt werden. Werden die Verluste auf 2013-2015 verteilt, werden sie bei den meisten Anlegern im Rahmen des Progessionsvorbehaltes verpuffen. Der größtmögliche Effekt entsteht, wenn in einem Jahr das zu versteuernde Einkommen auf 0 gedrückt werden könnte.

    Halten Sie eine entsprechende Beschlussvorlage für sinnvoll?

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  3. BeKrieger

    Im Zuge der Finanzkrise waren im Netz immer mehr Artikel zu lesen die darauf hinwiesen, dass unser Erspartes auf der Bank nicht mehr sicher ist. Ich war immer mehr beunruhigt, meine Altersvorsorge verlieren zu können und nach einigen Recherchen im Netz dachte ich das Geld in Rohstoffe zu investieren sei vielleicht der sicherste Weg und so suchte ich mir einen selbständigen Anlageberater und ließ mich beraten und er empfahl mir fast mein ganzes Vermögen in verschiedene Rohstofffonds und Industriemetalle zu investieren. Über geschlossene Fonds hatte ich bis dato noch nichts gewusst und musste mich erst einmal schlau machen, ich fragte auch meinen Berater ob ich alles verlieren könnte und er bestätigte dies, doch es sei eher hypothetisch, da ja die Rohstoffe, so auch Öl und Gas, in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.
    Die Entscheidung einzusteigen ist mir nicht leicht gefallen, ich habe schwer mit mir gerungen, da mein Anlageberater mir auch beim ersten Gespräch sagte, wie wichtig es ist Vertrauen zu ihm zu haben, wozu ich mich schließlich auch entschloss und da ich auch keinen anderen Weg sah, schloss ich die Verträge ab, doch ich war mir nicht so sicher das Richtige getan zu haben.
    Außerdem war ich froh über die monatliche Vorabauszahlung, was für mich den Hauptauschlag gab den POC 2 abzuschließen, da ich nur über eine sehr geringe Erwerbsunfähigkeitsrente verfüge und zusätzlich von meinen Ersparnissen leben muss.

    Doch nun scheint der Worst Case eingetreten zu sein, doch die Hoffnung stirbt zuletzt, obwohl es wirklich sehr schwer ist diese im Angesicht dieser prekären Lage zu behalten.
    Leider ging vor 2 Jahren schon der erste Fonds pleite in den ich investiert hatte und das war schon ein schwerer Schlag und nun folgt der zweite Streich … es ist zum Speien.

    Mal abgesehen vom gesunkenen Ölpreis sind hier wohl auch Anlegergelder veruntreut worden, wie ich hier so lese und höre, und das ist eine Schweinerei die wohl nicht ungestraft bleiben kann, ich hoffe die Verantworlichen können dafür zur Rechenschaft gezogen werden.
    Ich verstehe nicht, dass es immer mehr (Un)menschen gibt die versuchen und es auch tun, mit allen Mitteln den ganzen Rahm für sich abzuschöpfen und dabei anderen Menschen ihre Existenzgrundlage rauben … gibt es noch ein Gewissen und den Grundsatz leben und leben lassen ?

    In geschlossene Fonds werde ich wohl in Zukunft nicht mehr investieren, zu undurchsichtig, und man sitzt quasi in der Falle, da man nicht so einfach wieder aussteigen kann, doch ich kann ja eh nichts mehr investieren, da nicht mehr viel da ist, wenn nicht das Unmögliche eintrifft und es Sterntaler regnet.

    Ich wünsche uns allen viel Glück und meinen Dank an die Initiatoren dieser IG –

    und wie gesagt „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ !

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  4. Redaktion IG-POC.de

    Frau B. aus S. schrieb uns heute:
    Wie kann es sein, dass die kleinen Leute mal wieder leer ausgehen,und die Großen alles zurückbekommen.
    Das ist meine ganze Altersversorgung, die Lebensversicherung meines Mannes. Ich habe nichts mehr.
    Können denn die Großen nicht etwas von Ihrem Riesenanteil was abgeben, damit wir auch noch leben
    können. Wo bleibt da die Solidarität. Wir haben ja auch dazu beigetragen, dass es denen da oben jahrelang
    gut ging. Bitte helfen sie mir und meiner Familie

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  5. Redaktion IG-POC.de

    Herr G. aus R. schrieb uns am 11.02.2016:
    Nun ich habe mir die Investition auch anders vorgestellt, sie sollte meinen(Jahrgang 1941) Ruhestand finanziell etwas besser ab polstern. Das kann ich ja jetzt vergessen (50.000,00€) und abschreiben. Im Vorfeld habe ich schon recherchiert und sogar mit meiner Hausbank den Prospekt durchgekaut unter der Prämisse, wenn es dein Geld wäre, würdest du investieren, das Ergebnis ist bekannt.
    Als die Ersten Warnzeichen auftauchten, wurde seitens des Berater alles heruntergespielt.
    Zu diesem Zeitpunkt wäre ich noch mit 75% davon gekommen. Die Berichte in der WIWO waren mit vielen, vielleicht und könnte; aber mit wenig konkreten versehen, so dass die Protagonisten leichtes Spiel hatten ihre Klientel zu beruhigen. Die selbst ernannten Börsen- und Wirtschaftsbriefe >Gurus< taten ein übriges um die aufgescheuchte Hühnerherde der Anleger zu beruhigen (mich eingeschlossen). Die Promoton Vertriebs Management GmbH Frau Krieg und Herr Stricker taten das ganze als eine Verschwörung Theorie gegen POC ab. Immerhin gab es ja 9% Dividende, lief auch anfangs, genug, um die Anleger in Sicherheit zu wiegen. Im August habe ich dann versucht im Internet zu recherchieren ohne großen Erfolg bis ich dann auf POA stieß. Nachfragen ergaben, hat angeblich mit POC nichts zu tun. Weiter suchen über Canada, ist doch mit COGI und somit mit POC verbandelt. Bis ich dann über eine Website gestolpert bin, wo Verkäufe von Ölfeldern aufgelistet werden und siehe da, COGI hat an die Transport Gesellschaft (gleiche Adresse wie COGI) verkauft. Also Tafelsilber an sich selbst, zum Nachteil der Anleger. Ich kann mich noch erinnern das Frau Galba auf die Frage:. sind Verkäufe an Familienmitglieder oder Bekannte erfolgt, wurde nach zweimaliger Nachfrage, nach einigem Zögern, Nein, geantwortet. Ich hatte schon überlegt ob ich mich als Beirat bewerbe. Voraussetzung sind über 20 Jahre Erfahrung als Revisor. Innen- und Außenrevision im deutschsprachigem Bereich (Österreich, Luxemburg und Schweiz).

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  6. Martina Bolsinger

    Reich waren wir noch nie, aber es hat gereicht!
    Unser Vater war Schuhmacher und -verkäufer, unsere Mutter hat im Geschäft ausgeholfen. Unser Vater starb, da war ich 11 und mein Bruder 9 Jahre alt. Unser neues Haus stand im Rohbau, unser altes musste einer neuen Brücke weichen. Jetzt war sparen angesagt. Gekauft wurde nur noch das Nötigste: Lebensmittel, Schulsachen, unsere Tante hat die Kleidung genäht. Unser Pausenvesper wurde eine Woche lang in dasselbe Butterbrotpapier eingewickelt, das wir jeden Tag wieder mit nach Hause brachten. So haben wir sparen gelernt. Bereits von meinem ersten Gehalt habe ich Mama finanzell unterstützt und trotzdem versucht, immer wieder etwas auf die Seite zu legen. Eine Cousine hat mir dann ihren Vermögensberater empfohlen.
    Das Geld war für mich „hartes Geld“. Ich bin auch noch gehbehindert und brauche in absehbarer Zeit eine behindertengerechte Wohnung. Und jezt das!

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  7. Winter

    ich wurde durch Vorträge von Promotum und diversen Publikationen aufmerksam. Nach Recherche und nachweisbaren Ölquellen, Bilanzzahlen und weiterer Diversifikation in meinem Vermögen kam mir die Anlage plausibel vor. Dass ein derartiger Ölpreisverfall stattfinden würde, mit dem konnte niemand rechnen. Kein Analyst hielt das für möglich.
    Dass die Geschäftsleitung „Dreck am Stecken“ hat, wurde erst 3 Jahre später nach Kauf langsam bekannt. Mit meiner Anlageberaterin habe ich alle für und wider durchgesprochen und ich selbst war von dem Konzept überzeugt. Es war eine Beimischung. Dass es ein Totalverlust geben kann war mir bewusst, doch eher hypothetischer Natur. Selbst die Nachzahlung auf Anraten der Anwälte tut weh, wenn im Gegensatz andere Gläubiger es nicht getan haben und deshalb zu einer Insolvenz gekommen ist.
    Meiner Anlageberaterin mache ich keine Vorwürfe, ich wurde über alles aufgeklärt. Sicher ist für mich aber, dass ich in keine geschlossenen Beteiligungen mehr investiere.

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  8. P.&F. Lipinski

    POC – Geschichte eines Ehepaares aus Berlin
    Wir haben unsere Lebensversicherungen, welche als Altersvorsorge gedacht waren, auf Empfehlung unseres Anlageberaters und Dima24 in die Fonds POC2 und POC Growth2 investiert.
    Die Anlage wurde von Stiftung Warentest gelobt, andere Analysten bewerteten die Anlagen mit „sehr gut“, es wurde von einer erfahrenen kanadischen Ölgesellschaft mit kompetenten Partnern mit viel Erfahrung
    gesprochen, und es wurde zugesagt, dass die Investition in bereits produzierende Ölquellen erfolgt.
    Inzwischen ist mein Mann in Frührente (schwere Krankheit) und ich selbst bin durch Insolvenz meiner Firma
    mit 60 Jahren arbeitslos geworden. Wir müssen mit kleiner Rente und ALG1 leben.
    Unser komplettes Vermögen ist verloren.

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  9. Redaktion IG-POC.de

    Frau M. aus T. schickte uns am 30.12.2015 folgende Geschichte:

    Wie kam ich dazu mein Geld in den POC Growth 2 zu stecken?Ich hatte im Vorfeld schon einen anderen Sparvertrag mit Herrn XXXX in B. abgeschlossen.Als ich dann nicht wusste, wo ich meine einzigen ersparten 10.000 Euro anlegen sollte, kam mir Herr XXXX zu Hilfe.

    Er lobte den POC Growth 2 in den höchsten Tönen. Ich sagte ihm mehrmals, dass ich dieses Geld zur Anschlussfinanzierung meiner Wohnung in 2015 bräuchte, als ich den Vertrag in 2011 abschloss.
    Herr XXXX meinte, dass ich das Geld, weil ein Kurzläufer, in 2016 wieder bekäme und ich dann das Geld in meine Anschlussfinanzierung auch noch in 2016 per Sondertilgung stecken könne.
    Da war ich dann diesbezüglich beruhigt. Herr XXXX, erklärte, dass die Anlage vollkommen sicher sei, es sei ja Schlumberger mit im Boot. Anlagen in Sachwerte seien im Moment das Sicherste, Öl würde schließlich immer gebraucht. Auf meinen Einwand, dass die Welt immer mehr auf alternative Energien setze, erwiderte er, dass ja auch viel Gebrauchsmaterial mit Öl hergestellt werde, z.B. Plastikmaterial etc.

    Herr XXXX schickte mir dann die Vertragsunterlagen und die Prospekte. Aus diesen las ich dann, dass ein Totalverlust möglich sei und ich den Vertrag meinen Kindern vererben kann. Ich sprach Herrn XXXX darauf an und er spielte das Totalverlustrisiko herunter und meinte, dass die Welt immer Öl bräuchte, die müssten dies so schreiben. Und das sei doch toll, dass ich dies auch meinen Kindern vererben könnte. Es wurde nichts von evtl. möglichen Vertragsverlängerungen, Zusammenschlüssen zur Master-LP oder derartiges gesagt. Es wurden ausschließlich die Inhalte des Kurzprospektes zur Beratung verwendet und nur in geschönter Weise wieder gegeben. Die Beratung und Vertragsabschluss fand einzig und allein an PC und Telefon statt.

    M. Dezember 2015

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  10. miknuth

    Ich habe vor knapp 10 Jahren ein Eigenheim erworben, der damalige Makler – den ich damals blind vertraut habe – hat mir die Baufinanzierung aufgebaut. Bei der Nachfinanzierung wurde ein Teil des angesparten Vermögens (lag angespart in einer Kapitalversicherung vor) in POC investiert. Wie gesagt, ich habe dem Makler blind vertraut. Jetzt ist das Geld weg, ich wollte damit eigentlich mein Haus zum Teil bezahlen.
    Konsequenz ist: Ich habe einen zweiten Job angenommen, meine Frau hat einen andern Job angenommen um mehr zu verdienen. Meine drei Kinder werden höchstwahrscheinlich nicht studieren können (die Hochschulen liegen soweit entfernt, das sie dafür in die entsprechenden Städte ziehen müssten – das geht einfach nicht). Unser Familienfrieden ist ziemlich beeinträchtigt durch diese Geschichte bzw. durch die größeren beruflichen Belastungen sind die familiären Kontakte stark reduziert worden.
    Dem Makler habe ich nach Erscheinen der ersten WiWo Berichten nach seiner Meinung per Email gefragt, die Folge war die sofortige Kündigung des Maklervertrags von seiner Seite. Kein einziger Kontakt mehr zwischen uns.
    Im Nachgang betrachtet: Ich gebe mir selber die meiste Schuld, das ich so naiv und blöd in den Tag hinein gelebt haben. Persönlich habe ich recherchiert und festgestellt das Fr. Galba der DNS-Domain Besitzer der Website von POA ist, das ist alles einfach nicht zu glauben.
    Meine Einschätzung ist, das Geld ist weg und wir Kleinen sind wieder die Dummen – bei mir selbst ist es Selbstverschuldung (Meine Oma sagte immer: „Selbstgemachte Leiden sind die Schlimmsten“ – da hat sie recht).
    Diese Geschichte wird meine Zukunft noch etwa 10 Jahre massiv beeinflussen.

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  11. MaSchneider

    Habe mich hier gemeldet, da meine Schwiegermutter mich gebeten hatte, ihr zu helfen:
    Nachdem sie ab August sie immer mehr Briefe von Rechtsanwälten usw. erhielt, hat sie sich mir anvertraut:
    Sie ist zwischenzeitlich 77 Jahre und versteht bis heute nicht, in was sie investiert hat (POC Growth 2) und ist derzeit völlig überfordert und voller Angst, ihre „Altersvorsorge“ zu verlieren.
    Nachdem sie 2011 mit ihrer Hausbank nicht so zufrieden war, wurde sie von einem hier in der Region sehr aktiven Finanzmakler, den sie von klein auf kannte, beraten. Ihr war eine sichere (schließlich handelt es sich um ihre Altersorvorsorge) mit einer kürzeren Laufzeit versehenen Anlage wichtig. Dies wurde ihr auch zugesagt. Er selbst habe auch investiert. Von Risiko aus der Anlageform, Währungsrisiken usw. sind nie erwähnt worden. Einen Prospekt kennt sie nicht. Und Provision: da bekäme er von allen Anlageformen die wenigste! Und 12 % Ertrag sind doch toll!
    Sie hat brav alles unterschrieben und die Briefe auch abgeheftet. Allein der Begriff Kommanditist kannte sie bis dato nicht. Dass es sich aber um eine hoch risikobehaftete Anlage in einen geschlossenen Fond war, wird ihr jetzt so langsam klar, nachdem ich ihr alles mehrfach erklärt habe.
    Übrigens: Der Finanzmakler preist diese Art Geldanlage immer noch auf seiner Homepage an!
    Jetzt will ich meine Schwiegermutter dazu bringen, u.U. doch mal einen Anwalt zu konsultieren.
    Soweit ich (als Laie) er erkennen kann, ist sie „über den Tisch gezogen worden“ – wahrscheinlich liegt hier eine Falschberatung vor.

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  12. Karin Müller

    Ich bin seit 1992eine alleinerziehende Mutter von vier Kindern und inzwischen Oma von drei Enkelkindern. Auch bin ich nicht gesund und habe eine Schwerbehinderung. 2019 kann ich ohne Abschlag in den Ruhestand. Meine vier Kinder habe ich mit etlichen Entbehrungen groß gezogen. Mein Sohn ist 2001 gestorben. Meine Große lebt im Ausland und meine zwei „Kleinen“ inzwischen 28 und 25 haben bedingt durch einen Unfall erst im letzten Jahr mit dem Studium abgeschlossen und stehen auf eigenen Füßen. Viel sparen war in den letzten Jahren nicht drin. Als 2010 erst mein Vater und 2011 meine Mutter starb habe ich etwas geerbt und wollte für mein Alter etwas vorsorgen. Der POC Fonds erschien mir nach Beratung eines Vermittlers das Richtige. Denn er war ein Kurzläufer und ich konnte darauf „spekulieren“ dass er mit mit Beginn meiner Rente zur Verfügung steht und mit den vorher gesagten Ausschüttungen wollte ich mir etwas leisten was vorher nicht ging. Der Verlust von 10.000 EUR trifft mich hart und ich mache mir Vorwürfe soleichtfertig mit dem Geld umgegangen zu sein.

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